Das heutige Stadtzentrum Horns geht auf eine planmäßige, mittelalterliche Anlage um einen Dreiecksplatz (Hauptplatz)(Bildmitte) zurück; der älteste Stadtteil ist freilich die Kirchensiedlung um die Friedhofskirche, die um 1050 als "Hornarun" erstmals urkundlich erwähnt wurde. Horn, 1282 als Stadt bezeichnet, spielte seit dem Spätmittelalter als Handelsplatz mit einer Maut- und Zollstätte sowie Sitz eines Hochgerichtes eine bedeutende Rolle.
Im ausgehenden 16. Jahrhundert wurde Horn zu einem Zentrum der Reformation; im "Horner Bund" schlossen sich 1608 die protestantischen Adeligen gegen den katholischen Landesfürsten Matthias zusammen. 1619/20 tagte wieder eine Ständeversammlung in Horn, doch wurde die Stadt 1620 von kaiserlichen Truppen erobert. 1645/46 verlangten die Schweden unter ihrem Feldherren Torstenson große Summen von Kontributionen. Graf Ferdinand Kurz, Stadtherr der Gegenreformation, förderte das geistige und wirtschaftliche Leben. Er rief den Piaristenorden nach Horn, gründete 1657 ein Gymnasium und schuf mit der Errichtung der Tuchmachersiedlung die älteste noch erhaltene Arbeitersiedlung Österreichs mit 30 gleichartigen Häusern.
Der Umriß der Altstadt ist heute noch aus dem Verlauf der zum Großteil erhaltenen Stadtmauer mit einigen Wach- und Wehrtürmen deutlich zu erkennen.
Das große Sgraffitihaus (Hauptplatz 5) (Bild) hat seinen malerischen Schmuck, viel figurale und ornamentale Bilder, am Ende des 16. Jahrhunderts erhalten.
Nördlich der Hamerling-Straße entstand in der Zeit zwischen 1890 und 1914 ein heute vielbeachtetes, späthistorisches Villenviertel. Das 1908 erbaute Vereinshaus (Bild) wurde in den Jahren 1987 - 1989 im Postmodernen Stil zu einem städtischen Veranstaltungszentrum umgebaut.
Das monumentale Schloß der Familie Hoyos-Sprinzenstein mit dem langgestreckten Gebäude des Landgerichtes, die Piaristenkirche mit dem früheren Piaristengymnasium, die Georgskirche (Bild) am Hauptplatz und die Stephanskirche im Westen der Stadt sind die weithin sichtbaren Blickpunkte der Stadt.